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6-kanalige Raum-Klangkomposition / 7’53“.
UA 2009, Internationale Bühnenwerkstatt Graz.
Installation im Rahmen der Chargesheimer-Ausstellung im BBK Köln, 2009.

Dieses Stück wurde ausschliesslich aus einer Aufnahme auftauenden Eises komponiert und für den Raum modelliert.

Hierzu wurde zunächst ein einfacher Piezo-Tonabnehmer in einem mit Wasser gefüllten Kunststoffbehälter versenkt.
Das Ganze wurde 24 Stunden im Eisfach eines Kühlschranks eingefroren. Nach dem Herausnehmen wurde das XLR Kabel des Tonabnehmers an ein Audio-Interface angeschlossen. Die Geräusche des Auftauens wurden über 60 Minuten aufgezeichnet.

Ursprünglich wurde diese Aufnahme für das Raum-Klanggedicht wieder und nie gemacht, das ich im Rahmen des Deutschen Klangkunstpreises 2008 in Marl installiert habe. Das Klangmaterial war so vielschichtig und interessant, dass ich mich intensiver und ausschließlich damit in einer Komposition beschäftigen wollte. Der formale Aufbau wird durch unterschiedliche zeitliche Vergrösserungen der klanglichen Mikrostrukturen gebildet. Hierbei dient der Prozess des Schmelzens, der Übergang von fest zu flüssig als Klammer für diese Strukturen und deren skulpturale Übertragung auf den Raum.

Das Klangmaterial wurde über einen Zeitraum von zwei Monaten mit verschiedenen Verfahren digital bearbeitet und dann im Raum komponiert und für sechs Kanäle arrangiert.

Chargesheimerstipendium – Exhibition at BBK, Cologne 2009.

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