gleAM

gleAM – eine ambisonische Klangskulptur für BESSY II VSR und einen Ikosaederlautsprecher.
Eine Kooperation zwischen Physikern der Abteilung für Beschleunigerphysik am Helmholtz-Zentrum Berlin und gksh.

UA Kontakte Festival, Akademie der Künste Berlin am 30.09.2017.

PREMIERE Helmholtz-Zentrum Berlin am 17.11.2017 mit insgesamt vier Konzerten. Weitere Aufführungen INSONIC2017 Konferenz ZKM Karlsruhe 07.12.2017, Int. Spatial Composition Workshop TU Berlin 14.01.2018 und Edgard Varèse Professur Konzert im Staatlichen Musem für Musikinstrumentenforschung (SIM) 23.02.2018 – Curt Sachs Saal Berlin .

www.helmholtz-berlin.de
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www.wissenswerte.de


Eine Radioreportage im RBB Berlin über die Werkreihe gleAM für BESSY II VSR am Helmholtz-Zentrum Berlin.

Ausgangspunkt für die zweijährige Zusammenarbeit war ein weltweit einzigartiges Projekt in der Beschleunigerforschung. Der Berliner Elektronenspeicherring BESSY II wird zu einem Variablen Pulslängen-Speicherring (VSR) ausgebaut. Durch das Upgrade werden an jedem Messplatz lange oder kurze Lichtpulse zur Verfügung stehen. Dabei spielen physikalische Phänomene wie Interferenzen oder die Kontrolle des Strahls eine wichtige Rolle, die teilweise Analogien in der Akustik aufweisen. Diese Analogien bilden Grundmotive, die mit Hilfe von synthetischen Klängen, aufgezeichneten Geräuschen, physikalischen Effekten sowie hörbar gemachten Datensätzen als akustische Skulptur im Raum erfahrbar werden.

Überschrif

 

 

 

 

 

Die künstlerische Motivation war, eine ephemere skulpturale Raum-Klangkomposition zu entwickeln und diese einem Publikum mit einer ebenfalls in der Entwicklung befindlichen avancierten Klangprojektionstechnik, dem Ikosaederlautsprecher unter Verwendung von Beamforming, erfahrbar zu machen. Physikalische Phänomene des Elektronenspeicherrings, wie die durch beschleunigte und rotierende Elektronen entstehende Synchrotronstrahlung, Schwingungsinterferenzen, hochfrequentes Beamforming sowie hierfür notwendige ingenieurswissenschaftliche Konstruktionen wie Dipol- und Quadrupolmagneten und  supraleitende Kavitäten zur Erzeugung und „Stimmung“ der Frequenzen eines synthetischen Lichts, dass zum Teil eine Millionen Mal heller als die Sonne ist, wurden motivische Grundlagen für diese neue Raum-Klangkomposition.

Das Ergebnis des langen Produktionsprozesses in seiner engen Orientierung an der Arbeit der Wissenschaftler erzeugt ein Bezugsfeld zwischen synthetischer Klangerzeugung, aufgezeichnetem Klangmaterial, physikalischen Effekten, prozessgebundenen und audifizierten Datensätzen, künstlerischem und wissenschaftlichem Experiment und kompositorischer Raumbildung. Ziel der Arbeit war die sorgfältige Suche nach der Schnittmenge der Disziplinen Kunst und Wissenschaft im Jetzt.

Beide Disziplinen beeinflussen maßgeblich die Art und Weise, wie Welt beschrieben, erfahren und verstanden wird. Was heute „Wissen schafft“ kann nur durch die Provokation von Erfahrungen im Grenzbereich des Begrifflichen gefunden werden. Und diese Grenzbereiche sind eben die, an denen wir auch Kunst erfahren können.

Das Abschlusskonzert der Edgard Varèse Professur im SIM Berlin wurde in The Hudson Review New York besprochen.

 

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