disloyal and treasurable practices

2012-2013
disloyal and treasurable practices – eine Komposition für Kopfhörer und wechselnde Umgebungen.

Music becomes a pacing device, a screen to block out noises of the environment.
In a world in which passive listening is often the norm, the success of any music made intentionally to be listened to actively is endangered.
(LEIGH LANDY, The Art of Sound Organization)

Aus dem anfänglichen totalen Tuning der Gruppe durch die Gruppe heben sich nun unzählige individualisierte Soundblasen heraus – auditive Mikrosphären, in denen eine relative Hör-Freiheit verwirklicht ist. Diese Tendenz wird durch die Verbindung von tragbaren Kassetten oder CD-Playern mit Kopfhörern zugespitzt – eine Insulationstechnik, die der Einführung des akustischen Mikroappartments in den öffentlichen Raum gleichkommt; man könnte auch von einem akustischem Taucheranzug sprechen
(SLOTERDIJK, Sphären III / Schäume)

Die Arbeit besteht aus 11 binauralen Klangskulpturen mit einer zeitlichen Ausdehnung von jeweils 3’30”.
Am Anfang der Trackliste steht ein Testton, der auf dem jeweiligen mobilen Abspielgerät so eingestellt werden soll, dass man diesen gerade noch oder nicht mehr hört (Hörschwelle).
Die Komposition ist als ständiger Begleiter, als “Kopf interne” permeable Klanghülle in alltäglichen Situationen konzipiert.
Innen und Außen vermischen sich je nach eigener Aufmerksamkeitsintensität und -fokussierung sowie audiovisueller Ereignisdichte der jeweilgen Umgebung.

Es existieren 30 in Plastiktütchen verpackte SD-Karten als Datenträger mit Piktogrammpartitur.
Die Verbreitung darf ausschließlich durch persönliche Weitergabe oder digitale Kopie erfolgen.

Download:
>disloyal

 

 

  

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