Aubaine

2006-2007, WFS – Fraunhofer Institute of Digital Media, IDMT
Aubaine
Die Arbeit wurde mit dem Klangkunst-Ensemble NooK – Dirk Specht und gksh – im Rahmen eines gemeinsamen Postgraduiertenprojektes an der KHM, Köln realisiert.

Die Komposition problematisiert die Selbstverortung und die damit verbundene Selbstdefinierung des Individuums in seiner (Klang-)Umgebung angesichts sich ständig verändernder oder veränderbarer Orientierungsparameter.

a-musik

FESTIVALS und EINLADUNGEN
2006 wurde die Klangkomposition wurde für das SPARK Festival of Electronic Music and Art (Minneapolis, USA) ausgewählt, erhielt eine von drei Honourable Mentions des Eastman-Computer-Music-Centre (EMC#25) – Electroacoustic Music Competition 2006, Rochester (New York) und wurde von der DEGEM im ZKM-Netzradio im Rahmen des ISCM World New Music Festivals 2006 in Stuttgart vorgestellt. Weiters wurde Aubaine auf der Altitude 06 – derJahresausstellung der Kunsthochschule für Medien, Köln in installativer Form uraufgeführt und als Teil der Ausstellung Whale in Baltic wurde eine dreikanalige Videoprojektion in einer Industrieruine in Nida (Litauen) gezeigt. 2006 wurde Aubaine zudem auf dem Frischzelle-Festival während des Altstadtherbst Düsseldorf als quadrophone live-Performance aufgeführt. 2007 hat das Deutschlandradio Kultur hat Aubaine #3 im Rahmen der Klangkunstsendung Newcomerwerkstatt in der Kunstkopfversion gesendet. 2008 wurde die Arbeit auf das Audience-Festival Delhi (Indien) eingeladen. Zuletzt wurde die Komposition im Rahmen der Ausstellung Geração Transterritorial im Paço das Artes (Sao Paulo, Brasilien) vorgestellt.

THEMATISCH ENTWICKELT IST DIE KOMPOSITON AUS THEMEN-FELDERN WIE
Zeitstau-Dehnung / Stauchung von Moment / Dauer-variables JETZT
Modulation zeitlicher Gitter / parallele Ungleichzeitigkeiten-sync off / abrupte Perspektivwechsel Raumklappung / variable Raumskalierung / Unschärfen der Wahrnehmung / Spiel mit Tiefenschärfe – räumliche Auflösung / Analogien zu filmischen Verfahren – Einstellungsgrößen & Montage / Zoom / Schwenk / Travelling / Closeup / Totale / Fokussierung: Blickachsen- Hörachsen / Verkippte Winkel / Perspektivschnitte, Subjektverortung in und gegenüber akustischen, musikalischen Tableaus.

Die gemeinsamen Arbeiten von NooK in den Bereichen Klangkomposition und Klanggestaltung führten zu einem verstärkten Interesse an der Weiterentwicklung und Transformation des musikalischen Materials mittels einer dynamischen Klang-Raum Konzeption. Zur Realisation dieses Vorhabens wurde die Wellenfeldsynthese als Verfahren zur Raumklangproduktion gewählt, da dieses Verfahren im Gegensatz zu herkömmlichen Surround-Verfahren eine präzise Ortswahrnehmung von Klangereignissen innerhalb eines sog. Wellenfeldes ermöglicht. Ein homogenes Wellenfeld wird mit Hilfe von linearen Lautsprecherarrays nachgebildet. Das entsprechende Studio wurde vom Fraunhoferinstitut für Digitale Medien (IDMT) in Ilmenau für den Zeitraum der Kompositionsarbeiten zur Verfügung gestellt. Die eindrückliche Erfahrbarkeit der Klangtopographie der Komposition Aubaine wird erreicht durch eine gezielte Abstimmung der Raumschichtungen, differenziert verteilter Punktereignisse, sowie komplexer Klangverläufe und -bewegungen innerhalb des 360°-Hörfeldes. Kaleidoskopartig entwickeln sich aus Teilsegmenten der Komposition neue, präzise räumlich organisierte Strukturen. Imaginäre Raumformen und Klangfigurationen bilden sich aus Punktereignissen. Felder werden aufgespannt, rhythmisiert, falten und verschieben sich, wandern im Raum, transformieren sich zu linearen Bewegungen, ballen sich plötzlich zusammen und werden dabei zu Punktereignissen, überlagern sich daraufhin wiederum mit anderen Figuren und bilden somit neue Felder.
Abschließend wurde eine Stereoaufzeichnung der Komposition im Kunstkopfverfahren gemacht, um eine möglichst originalgetreue Hörsituation des Wellenfeldes zu dokumentieren. Mittels zusätzlicher Mikrofonierung wurden gleichzeitig weitere Hörperspektiven aufgezeichnet. Die Kombination von WFS und Kunstkopfaufnahme inklusive anschließender Übertragung der Aufnahme auf einen herkömmlichen Tonträger ermöglicht das Erleben der Raum-Klang-Komposition unabhängig von der sonst zwingenden Anwesenheit des Hörers im WFS- Studio. Zusätzlich enthält die Doppel-CD-Veröffentlichung eine mittels multipler Mikrofonierung aufgenommene Stereovariante für die Wiedergabe über ein übliches Stereoboxenpaar.

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