HFBK HAMBURG

26. – 28.01.2018
WORKSHOP – HFBK Hamburg
Explizite Überlegungen zu Klang-Bildrelationen: Strategien, Experimente und Verlustängste.

Die geläufigen Beziehungen zwischen Bild und Klang (Filmmusik/Videoclip/VJ vs. DJ, audiovisuelle Installation) erschöpfen sich häufig in Funktionalitäten und Illustrationen.
Der Möglichkeitsbereich vorstellbarer Beziehungen bleibt fast immer ungenutzt.
Eine gemeinsame Dramaturgie, die außerhalb des omnipräsenten und immer wieder aus „Sicherheitsgründen“ etablierten rhythmischen Synchronizität von Bildschnitt und Grundmetrum z.B. der Musik existiert, findet selten statt. Die Behauptung einer audiovisuellen Sprache schwebt fast über jeder Arbeit, die eine Audiospur zum Bild anbietet.

 

Aber wird diese Behauptung jemals eingelöst?

Die aufkommende Unruhe im Moment des Ausbleibens, der Verweigerung der Synchronizität führt schnell zum Urteil des Fehlerhaften, Unausgewogenen, der „Nicht-Komposition“. Gleichzeitig entsteht ein kurzer Moment erhöhter Aufmerksamkeit, ein Spalt, ein Heraustreten aus dem Singsang des Erwarteten. Diese Aufmerksamkeit im Moment der Reibung, des Hakens zwischen Audio und Video, ist eine Tür für die Suche nach künstlerisch nutzbaren audiovisuellen Erzählweisen. Unter Berücksichtigung ihrer jeweils spezifischen Funktions- und Wahrnehmungscharakteristik eröffnet sich ein (neues) Terrain hinsichtlich der Gewichtung, Verschränkung, Reibung, des Charakters und der Tiefenstaffelung der Erzählweise. Wie viel Abstand zwischen Klang und Bild kann oder „darf“ man erzeugen und was passiert dann mit und in dieser Lücke?

Der Workshop versucht sich anhand praktischer Beispiele und Versuchsanordnungen dem Spannungsfeld der Pole KLANG – BILD zu nähern.

(Der erste Workshop an der HfBK wurde vom 22.11. – 23.11.2014 gegeben.)

Weitere Projekte

Semaphor

Eine Raum-Komposition für Helder Tenorblockflöte und IKO. Premiere am 25. und 26. Oktober 2018 im Acker Stadt Palast Berlin. Semaphor ist eine Raum-Klangkomposition für zwei außergewöhnliche und zugleich irritierende Instrumente, die von Susanne Fröhlich und gksh sowohl praktisch, als auch theoretisch untersucht werden: Helder Tenorblockflöte und Ikosaederlautsprecher (IKO). Versteht man beide Instrumente als Klangprojektoren, die […]

, ,

Komponieren von Raum mit skulpturalen Klangobjekten – int. Workshop an der TU Berlin

12.01. – 14.01.2018 Workshop im Hybrid Lab TU/UdK Berlin. Zielsetzung und Inhalte: Die elektronische Musik und die Computermusik hat den Raum als kompositorische Dimension bisher ganz überwiegend durch mehrkanalige Lautsprechersysteme erschlossen, die als akustische Außenhülle um das Publikum herum konfiguriert sind. Der Workshop dagegen versteht sich als Einführung in eine ästhetische Praxis, die Raum komponiert, […]

, ,

Insonic17 Lecture

Verbalisierung skulpturaler Klangphänomene in der Computermusik – towards a Shared Perceptual Space (SPS). 08.12.2017, ZKM Karlsruhe, Hörsaal.

,

Klangskulptur

Nach über 15 Jahren künsterischer Arbeit im Feld der „spatialized music“ stellte sich die Frage, wie die produzierten Raum-Klangphänomene in Lautsprecherumgebungen besser verstanden werden  können – mit anderen Worten – wie können wir Beschreibungen und Techniken entwickeln, die wissens- und wahrnehmungsbasiert zugleich sind? Künstlerisches Ziel ist die Ermöglichung selbstevidenter und anderer Erfahrungen in der Absicht […]

, ,

gleAM

gleAM – eine ambisonische Klangskulptur für BESSY II VSR und einen Ikosaederlautsprecher. Eine Kooperation zwischen Physikern der Abteilung für Beschleunigerphysik am Helmholtz-Zentrum Berlin und gksh. UA Kontakte Festival, Akademie der Künste Berlin am 30.09.2017. PREMIERE Helmholtz-Zentrum Berlin am 17.11.2017 mit insgesamt vier Konzerten. Weitere Aufführungen INSONIC2017 Konferenz ZKM Karlsruhe 07.12.2017, Int. Spatial Composition Workshop TU […]

,

Eadweard ́s Ear-Muybridge extented

Eadweard ́s Ear-Muybridge extented – ein Interface für Komponisten, Tänzer und Musiker. Mit einem eigens entwickelten Interface werden die Bewegungen von Tänzern in Echtzeit in eine graphische Notation transformiert. Die so generierten Bewegungsdaten werden von Musikern auf der Basis einer kompositorischen Struktur interpretiert. Damit evozieren sie wiederum die unmittelbar folgenden Bewegungen der Tänzer. Über die […]

,

wiretapped voids cologne

2013 – 2015 – 14 tracks, 1 Booklet. Für die Erarbeitung einer Gebäude-Klangkomposition wurde der Kanzlei für Raumbefragungen Ende 2013 eine großzügige Förderung der SK-Stiftung Kultur zu teil. Das letzte Gebäude der von Anfang an auf 6 Gebäude konzipierten Kompositionsreihe sollte in Köln akquiriert, erforscht und bespielt werden.

,