the Sea

Live Performance
Hörstück für Sprecher und elektroakustische Instrumentierung.
Klangkomposition/Live-Elektronik: Gerriet K. Sharma
Text: Gunther Geltinger
Es liest: Simon T. Roden
Zu Gast von HD: Georgette Dee


Das Meer ist eine dreiteilige literarisch-musikalische Erzählung. Im Zentrum jeder Episode steht das Mittelmeer als Ziel einer individuellen Reise, auf der kulturelle Grenzen, aber auch die Beschränkungen des eigenen Ich und der Wunsch nach Überwindung persönlicher Barrieren erkennbar werden. Das Mittelmeer als Identität stiftender Lebensraums ist dabei Schauplatz, literarische Allegorie und musikalisches Motiv gleichermaßen. Auf der Grenze zwischen Augenblick und Dauer, Innen und Außen, Vergangenheit und Gegenwart bewegen sich die Protagonisten mal körperlich und an realen Orten, mal traumartig und visionär durch mediterrane Räume und Zeitebenen. Ihre Wege enden jeweils am Meer oder werden vom Meer umgelenkt zu einer Reise ins Ich. Es entstehen Momente der Sehnsucht, der Freiheit und persönlichen Wahrheit, Träume vom individuellen Glück existieren gleichberechtigt neben der Einsicht in die eigene Determiniertheit und der Erfahrung von Leid, Verzweiflung und Tod.

1.Teil: Meer (15 min.)
2. Teil: Vulkan (8 min.)
3. Teil: Brüder (10 min.)

Gerriet K. Sharma und Gunther Geltinger haben sich bei ihrer zweiten gemeinsamen Produktion auf die Möglichkeiten der Gleichzeitigkeit von Sprache und Klang konzentriert. Bei dieser Arbeit wurde in den drei Teilen die gesamtklangliche Verbindung -
(1.) Sprache + elektroakustischer Klang,
(2.) Sprache + mikrofonierter Originalton und
(3.) Sprache + elektroakustischer Klang + mikrofonierter Originalton - erforscht.

Während der Produktion haben Klangkünstler und Autor versucht, für ihre Zusammenarbeit grundlegende Fragen kompositorisch zu beantworten: Wie viel Geräusch lässt das gesprochene Wort bis zu seiner Auflösung im Ohr zu? Welche Art Klang (abstrakt) erzeugt mit welcher Originaltonaufnahme (konkret) welche Geschichte (fiktiv)? Und braucht es dann noch Worte? Oder umgekehrt: Wann kompensiert die Sprache den Klang zugunsten textlicher Zusammenhänge und Verständlichkeit?

Das Meer wurde am 15. Juli 2006 an der Kunsthochschule für Medien Köln live uraufgeführt und danach als Studioarbeit auf CD veröffentlicht.

    %s1 / %s2

    de/en